Und was wird ausgezeichnet?
Viele Wörter werden in der deutschen Sprache ähnlich ausgesprochen wie im Original. Dazu gehören Wörter wie Web und Internet, aber auch ein Ausdruck wie di sera (am Abend) klingt auf Deutsch ähnlich wie das italienische Original, so dass es verstanden werden kann.
Der Einsatz von Sprachwechseln zielt nicht so sehr auf Perfektion im linguistischen Sinn ab, sondern darauf, dass der Text auch von Nutzern einer Sprachausgabe verstanden werden kann.
Eine Faustregel, wenn auch keine Garantie auf Perfektion ist der Vergleich des geschriebenen mit dem gesprochenen Wort. Weicht die Aussprache erheblich vom Schriftbild ab, ist eine Auszeichnung erforderlich.
Wem dies zu unsicher oder zu mühsam ist oder wer die korrekte Aussprache gar nicht kennt, kann sich durch Installation einer Demo-Version eines Screenreaders helfen. In der Linksammlung finden Sie die Links zu den jeweils aktuellen Downloads.
"Exotische Sprachen"
Natürlich gibt es auch Sprachkennzeichnungen für beispielsweise Russisch oder Chinesisch. Beim Einsatz dieser Sprachwechsel sollte man aber stets die Überlegung anstellen, ob der Nutzer - dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit folgend - die nötige Software zur Wiedergabe installiert hat. Dies hängt sehr stark vom Thema eines Auftritts ab.
So ist beispielsweise anzunehmen, dass die Teilnehmer eines Sprachkurses Russisch/Deutsch auf ihrem Computer beide Zeichensätze installiert haben. Der Nutzer einer Sprachausgabe wird also Sorge tragen (müssen), dass beides auch akustisch wiedergegeben werden kann.
Ganz anders verhält sich dies bei einer Tageszeitung, die einen einzigen Artikel über Russland veröffentlicht und in diesem auch kyrillische Schriftzeichen abdruckt.
Während im ersten Beispiel Sprachwechsel geradezu zwingend erforderlich sind, machen sie im zweiten Beispiel weniger Sinn.
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