Fachchinesisch
Von uns meist unbemerkt fließen diverse Fachausdrücke aus den unterschiedlichsten Bereichen in die Alltagssprache ein.
So reden wir zum Beispiel vom "Beamtendeutsch"; auch juristische Dokumente haben so ihren eigenen Ruf. Man könnte diese Sprachformen auch als "Dialekte" bezeichnen.
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten den Zugang auch zu komplexen Themen zumindest zu erleichtern. Eine Wortliste, in der man wie in einem Lexikon unbekannte Wörter nachschlagen kann, ist eine solche Möglichkeit und eignet sich vor allem, wenn in einem Text sehr viele Fachausdrücke vorkommen.
Die für den Besucher verständlichste Variante ist vermutlich die in Klammern unmittelbar hinter einem Ausdruck stehende Erklärung. Kommen allzu viele wenig bekannte Wörter in einem Text vor, würde diese Methode aber den Lesefluss erheblich stören und genau das Gegenteil bewirken.
Muss es denn sein?
Die sicherste Methode ist freilich die Vermeidung von Fachausdrücken, soferne nicht gesetzliche Vorgaben dagegen sprechen oder keine adäquaten deutschen Äquivalente präsent sind.
Ist es Ihnen aufgefallen? Die Passage "adäquaten deutschen Äquivalente präsent" könnte auch "gleichwertigen deutschen Wörter" zur Verfügung stehen" heißen
Aber gerade, wenn es um etwas so sensibles wie unsere Sprache geht, gibt es kein Patentrezept - außer eben den Test durch Menschen, denen das behandelte Thema wenig bekannt ist.
Mehr Information dazu bietet
bwl: Damit Sie verstanden werden.
Eine Spezialform der raschen Verständigung ist das weit verbreitete "Abkürzungs-Unwesen", dem wir uns als Nächstes widmen wollen.
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