Sie können doch lesen ...
Warum auch Menschen mit Hörbehinderung im Internet immer wieder auf Barrieren stoßen, ist auf den ersten Blick nicht leicht erkennbar. Wird nicht gerade diese Zielgruppe durch das stark visuell orientierte Medium gut bedient?
Zweisprachig aufwachsen
Für viele hörbehinderte Kinder ist Deutsch nicht ihre Muttersprache, sondern bereits die erste Fremdsprache, die sie erlernen. Denn kommuniziert wird in der Gebärdensprache. So wie die gesprochene Sprache erlauben die Gebärden nämlich auch die Übermittlung von Emotionen. Diese gehen bei der lautlos übermittelten Sprache, wie wir aus zahlreichen Schriftstücken oder E-Mails wissen, oftmals verloren.
Unter diesem Blickwinkel ist es nicht verwunderlich, wenn viele hörbehinderte Menschen zur deutschen Sprache nicht denselben intensiven Zugang haben wie zu ihrer Muttersprache: den Gebärden.
Hilfreich ist es daher, wenn man beim Gebrauch der Sprache nicht gerade die kompliziertesten Wendungen oder tiefe Verschachtelungen in Nebensätzen verwendet. Eine stark ausgeprägte "grafische Sprache" ist ebenfals von Vorteil.
Und dies reduziert keinesfalls, wie viele meinen, die Zugänglichkeit durch blinde Anwender, wie Sie unter Grafiken und Bilder nachlesen können.
videos für Gebärdensprache
Im Sinne des gleichberechtigten Zugangs zu Informationen ist die beste Lösung aber immer noch die Übersetzung in die eigentliche Muttersprache, also in Gebärdensprache.
Es gibt leider noch nicht viele Angebote in Gebärdensprache. BIZEPS bietet jedoch dankenswerterweise bereits
Nachrichten in Gebärdensprache an.
Ausführliche Informationen zum Thema Gebärdensprache finden Sie unter anderem auf
www.gebaerdenwerk.de sowie unter
www.dgs-filme.de/GWHomepage/barrierefreiheit.htm.
Auch der Österreichische Gehörlosenbund steht Ihnen gerne unter
www.oegsbarrierefrei.at als Ansprechpartner für die Erstellung von Gebärdensprach-Videos zur Verfügung.
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