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W3C, GmbH & Co KG

Es hängt von vielen Komponenten ab, ob uns Abkürzungen bekannt sind. Dabei ist mangelnde Bildung die seltenste Ursache, wenn sich die Bedeutung der oft seltsam anmutenden Buchstaben- und Zahlenkombinationen nicht entschlüsseln lässt.

Wer in einem ganz anderen Winkel unseres Planeten mit Deutsch als Fremdsprache aufgewachsen ist, Lern- oder Konzentrations-Probleme hat oder mit einem bestimmten Fachbereich nicht vertraut ist, trifft rasch auf für ihn unverständliche Zeichenfolgen.

Aber auch wer mit einer Sprachausgabe surft, ist ein Opfer unseres Abkürzungs-Unwesens.

Wenn sich also Abkürzungen wirklich nicht vermeiden lassen, sollte man für entsprechende Erklärungen sorgen, wie dies schon im vorigen Beitrag empfohlen wurde.

Acronym oder Abbreviation?

Neben den bereits erwähnten Möglichkeiten bieten sich noch zwei weitere Methoden an, den Besuchern Informationen über verwendete Abkürzungen zur Verfügung zu stellen.

Acronym (= <acronym>) wird verwendet, wenn genau jeder Buchstabe dem Anfangsbuchstaben eines Wortes entspricht.

Beispiele:
CI = Corporate Identity
GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Abbreviation (Abkürzung = <abbr>) verwendet man, wenn dies nicht zutrifft, die gewählten Zeichen also nicht jeweils dem ersten Buchstaben jedes Wortes entspricht.

Beispiele:
ÖBB = Österreichische Bundesbahnen
DDsG = Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft

Das zweite "B" von ÖBB steht für den Wortteil "bahn", ist demnach kein eigenständiges Wort und somit das "B" kein Anfangsbuchstabe. Außerdem müsste es auch noch klein geschrieben werden.

Gleiches trifft auf das "s" zu, das für den Wortteil "schiff" steht, also ebenfalls kein eigenständiges Wort ist.

Achtung Falle!

Es empfiehlt sich zu überprüfen, welche Browser die beiden erwähnten (X)HTML-Befehle auch darstellen können, damit die ganze Mühe nicht umsonst war. Entsprechende Definitionen im CSS sind hilfreich, decken aber auch nicht alle Bedürfnisse ab.

Der Profit

Beide Methoden der Kennzeichnung sind relativ selten anzutreffen. Einerseits gibt es keine empfohlene und ausreichend erprobte Methode, andererseits trägt die mangelnde Interpretation durch die gängigen Browser sicher auch dazu bei, dass diese Möglichkeiten der Informationsvermittlung nicht ausgeschöpft werden.

Leider ist auch wenig bekannt, wem dieser Mehraufwand wirklich nützt. Dies findet man meist erst heraus, wenn man mit der Kennzeichnung begonnen hat und die ersten positiven Rückmeldungen eintreffen. Das setzt freilich voraus, dass man mit den Zielgruppen (zum Beispiel Menschen mit Lernschwierigkeiten oder einer anderen Muttersprache als Deutsch) in Kontakt tritt.

Übrigens: Wir haben für dieses Projekt auch noch nicht die ideale Methode gefunden.

Den Fremdsprachen ist der nächste Beitrag gewidmet.

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Geändert am: 29.05.2006 22:20