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Es muss auch ohne Maus funktionieren

So wie man mit einem Handy neben surfen, mailen, fotografieren und Musik hören auch telefonieren kann, so hat ein PC nicht nur eine Festplatte, einen Bildschirm und eine Maus, sondern auch eine Tastatur als wesentliches Bedienelement.

Banner der Tab Parade

Das scheinen aber manche Autoren von Webseiten verdrängt zu haben.

Diese kleine "therapeutische Empfehlung" ist ein Beitrag zur Externer LinkTab Parade und auch eine Ergänzung zum "Tag des Internets" am 29. Oktober.

Damit es auch wirklich "klick" macht

Ein mausfreier Tag im Jahr ist eindeutig zu wenig, um den Sinn einer solchen Aktion zu verstehen. Eine Tab Parade über 40 Tage scheint hingegen wie eine Anlehnung an die 40 Tage in der Wüste und ist daher schon eher geeignet, Nachhaltigkeit zu erzeugen.

Legt der passionierte Mausklicker (mit beginnendem Tennisarm) das geliebte flinke Kleintier beiseite und tabbt mittels Tastatur (Tabulator-Taste) von Link zu Link, so tappt er vielleicht unversehens in eine Art Wüstenexpedition hinein. Möglicherweise wird der kleine Zeigerschlenker von der Navigation zum 1. Link im Fließtext von sichtbaren wenigen Zentimetern zur echten Durststrecke.

Schon probiert? Tab ... Tab ... Tab ... marschiert man durch die Navigation. Der Link, den man erreichen möchte, ist längst nach oben rausgescrollt und den sehnsüchtigen Blicken entschwunden.

Der Einsatz von Sprunglinks oder die Reduktion der Menüpunkte auf ein übersichtliches Maß reduzieren Strecke und Zeitaufwand enorm.

Nicht zu vergessen: Ist der gerade angetabbte Link nicht visuell hervorgehoben, bedeutet das ein rasches und endgültiges Aus für die Navigation mittels Tastatur. Die Reise endet in der Orientierungslosigkeit - ähnlich wie der Europäer in der Wüste ohne fachkundige Führung.

Ein auch bei Tastatur-Bedienung gut sichtbarer Fokus führt garantiert wieder auf den richtigen Weg.

Therapie - ganz gebührenfrei

Wer an der Planung, der Erstellung oder dem Test von Webseiten mitarbeitet, dem sollte Mausabstinenz zumindest temporär, gelegentlich gleich eine ganze Tab Parade, zu therapeutischen Zwecken verordnet werden. Solch eine Medizin mag anfangs etwas bitter schmecken und eine schweißtreibende Wirkung haben. Aber dieser Schweiß schwemmt auch so manche Schlacke und den einen oder anderen Giftstoff hinweg. Nach Gewöhnung an die Medizin hat diese aber eine garantierte Heilwirkung.

Viele Webseiten, auf denen man jetzt bis zu 80-mal (oder noch mehr) die Tab-Taste drücken muss, um ans gewünschte Ziel zu gelangen, würden vermutlich rasch modifiziert werden, müssten deren Erzeuger tabben anstatt zu mauseln und somit in ihre selbst gestellten Fallen tappen.

Diese simple und leicht verständliche, dazu noch völlig "untechnische" Methode hat zudem den Vorteil, dass sie von jedermann benutzt und verstanden werden kann. Schließlich gibt es keine drastischere und effizientere Methode Barrieren zu erkennen, als selbst darunter zu leiden.

Das muss aber nicht sein, zumal die Behebung einer solchen Barriere mit durchaus vertretbarem Aufwand möglich ist.

Zum Nachlesen

Autor: Eva Papst
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