Die Gepardenforelle und die Webstandards
Nein, das Thema ist kein Füllmaterial für die zahlreichen Sommerlöcher in den Medien.
Die ernsthafte Beschäftigung mit der Hommingberger Gepardenforelle, ein für das Web künstlich erschaffenes Wesen, ist durchaus geeignet, bestehende Thesen und Vorurteile zu bestätigen oder zu entkräften.
Informationen zum Wettbewerb:
Der HEISE-Ticker über den Wettbewerb
. - www.kommkonzept.de/hommingberger-gepardenforelle.shtml (nicht mehr im Netz) Die Hommingberger Gepardenforelle bei KommKonzept.
Erste Aktivitäten beim Projektpartner.
Die Gepardenforelle und die Webstandards (BWL).
Die nachfolgenden Aussagen beziehen sich auf den Suchdienst google.
Die Einhaltung von Webstandards
Die Validität von Webangeboten wird hin und wieder als eine der Voraussetzungen angeführt, die wesentlichen Einfluß auf den wirtschaftlichen Erfolg von Webprojekten haben sollen.
Zumindest bei der Platzierung von Webseiten in den Trefferlisten großer Suchmaschinen scheint die Einhaltung der Webstandards jedoch keine Rolle zu spielen.
Ungeachtet der erfreulichen Tatsache, dass sich auf den vorderen Plätzen viele fehlerfreie Webdokumente finden, muß aber auch festgestellt werden, dass es viele invalide Seiten bis in die Spitze geschaft haben.
Ob sich solche Webangebote langfristig an der Spitze halten können, muß die Zeit zeigen.
Einfluß des MarkUp
Bei der Durchsicht der Webprojekte mit Spitzenposition zeigt sich eines recht eindeutig: So gut wie alle Webseiten in vorderen Position sind ausschließlich über CSS formatiert.
Tabellenkonstruktionen für das Layout konnte ich nur in wenigen Einzelfällen finden.
Offenbar nimmt die Art der Quelltextgestaltung und die semantisch sinnvolle Strukturierung von Inhalten wesentlichen Einfluß auf das ranking. Die Linearisierbarkeit von Inhalten und die Verwendung strukturierender Textelemente findet bei google sichtlich Gefallen.
Hier liegen nach ersten vorläufigen Einschätzungen wahrscheinlich auch die Reserven bei den Bemühungen um gute Suchmaschinenplatzierung.
Einfluss der inhaltlichen Gestaltung
In den wenigen Tagen, in denen ich bewusst das Geschehen an eigenen Seiten beobachte, hat sich gezeigt, dass sich das ranking von Webangeboten zielgerichtet über eine sinnvolle Textgestaltung beeinflussen lässt.
Dabei spielt es bezüglich der Suchmaschinenoptimierung wohl auch eine Rolle, ob alle zur Verfügung stehenden Elemente eines HTML-Dokumentes in die Optimierung einbezogen werden.
Interessanterweise konnte ich aber auch jede Menge Seiten auf weit vorderen Plätzen finden, die zumindest laut Quelltext keinerlei Bezug zu den relevanten Suchbegriffen haben.
Zumeist handelte es sich um Weblogs. Möglicherweise werden diese noch im Index gehalten, obwohl die Inhalte bereits nicht mehr auf den Seiten zur Verfügung stehen.
Unschöner Effekt: Suchende, die auf solche "Treffer" stoßen, dürften mehr als irritiert sein.
Verlinkung mit anderen Webangeboten
Ohne Zweifel ist eine Verlinkung mit anderen Webangeboten entscheidend für eine gute Bewertung.
Allerdings wäre zu hinterfragen, warum Seiten, die bislang über keinerlei wertvolle Zubringer-Links verfügen, dennoch beachtliche Plätze in den Trefferlisten belegten.
Der Beantwortung dieser Frage dienen unter anderem auch die gegenseitigen Verlinkungen zum Thema Hommingberger Gepardenforelle:
- Markus Voelkel:
web-blog zum Thema Hommingberger Gepardenforelle. - Stefan Blanz:
Suchmaschinenoptimierung mit der Hommingberger Gepardenforelle.
Fazit
Blendet man die Teilnehmer aus, die mit wenig praxistauglichen Optimierungsversuchen den Weg in die Spitze suchen, kristallisieren sich einige Problemfelder heraus, die eine nähere Beobachtung verdienen.
Für alle diejenigen, die sich seriös mit dem Thema Webstandards, accessibility und usability beschäftigen, wird der SEO-Wettbewerb um die Hommingberger Gepardenforelle noch auf lange Zeit ein interessantes Betätigungsfeld sein.
So habe ich im Rahmen meiner Beschäftigung mit der
Hommingberger Gepardenforelle weitere Projekte in die Tests einbezogen und interessante Beobachtungen machen können.
Webauftritte, wie
scheinen einer genaueren Beobachtung wert zu sein.
Autor: Peter Kammerer
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